Sehen - Schmecken

Die visuelle Wahrnehmung (Sehen)
Unsere visuelle Wahrnehmung ist vermutlich der Sinn, der am stärksten von uns gefordert wird. Ebenso wie die anderen Sinnesorgane liefert er ständig Informationen an unser Gehirn, wobei die Aufnahme der Informationen über unsere Augen erfolgt. Das einfallende Licht und damit das Bild aus der Umwelt durchdringt die Hornhaut und wird dabei, bedingt durch deren Wölbung, kurzerhand auf den Kopf gestellt und auf die Pupille zugeleitet. Durch die Veränderung der Pupillengröße wird die Helligkeit des einströmenden Lichtes reguliert und die dahinterliegende Netzhaut geschützt. Die Netzhaut schließlich ist mit Sehzellen bestückt, durch die Helligkeit und Farbe wahrgenommen und schließlich an das Gehirn zur Verarbeitung weitergeschickt wird. Hier wird das Bild auch wieder herumgedreht, so dass die Umwelt uns nicht als auf dem Kopf stehend erscheint.

Tipps aus der Praxis
Mit Lupen unterwegs

An vielem, was in der freien Natur so herumkrabbelt, gehen wir oftmals achtlos vorüber. Mit einer Lupe in der Hand, eröffnet sich eine ganz neue Sichtweise ? sie ermöglicht Ihrem Kind, und natürlich auch Ihnen, mit geschärftem Blick auch die kleinen Dinge der Welt zu betrachten bzw. zu beachten.



Die gustatorische Wahrnehmung (Schmecken)
Ob uns etwas schmeckt oder nicht - diese Frage wäre ohne die zahlreichen Geschmackszellen auf unsere Zunge wohl kaum zu beantworten. Denn erst sie machen es möglich, dass wir die Süße einer Schokolade wahrnehmen, den sauren Geschmack einer Zitrone oder bitteren einer Grapefruit schmecken sowie herausfinden, ob die Nudeln für das Mittagessen versalzen sind. Neben seiner eigentlichen Aufgabe, eine Speise oder Getränk auf seine Unschädlichkeit für den Körper zu prüfen, sorgt der Geschmackssinn also auch dafür, uns vielfältigste Geschmackserlebnisse zu bereiten. Oder aber auch - im ständigen Abgleich mit Geschmackserinnerungen im Gehirn - einzelne Komponenten einer Soße herauszuschmecken oder den leckeren Apfelkuchen direkt mit Omas Apfelkuchen in Verbindungen zu bringen.
In den Geschmacksprozess eingebunden wird übrigens auch unsere Nase - und zwar so sehr, dass es für uns schwierig wird, geschmackliche Unterscheidungen zu treffen, wenn wir einen starken Schnupfen haben.


Was schmeckt süßer?

Alterab 2 bis 3 Jahre
Material

Verschiedene Obst- und Gemüsesorten (z.B. Banane, Zitrone, Kartoffel, Karotte)

Spielidee

Sie bereiten gerade das Mittagessen vor oder schneiden ein wenig Obst zurecht? Nehmen Sie diese Gelegenheit doch ab und zu zum Anlass, Ihren Sprössling zu fragen: Was schmeckt süßer? Eine Banane oder eine Zitrone? Eine Kartoffel oder eine Karotte? Ein Apfel oder eine Gurke? Und wie sieht es bei einer Erdbeere und einem Salatblatt aus?... Eine spannende Frage, die Ihr Kind sicherlich immer wieder gern mit Eifer beantworten möchte?



Fertigprodukt oder Frisch gekocht ? was schmeckt besser?
Alterab 2 bis 3 Jahre
Material

Verschiedene Speisen, Tücher zum Augenverbinden

Spielidee

Spielen Sie doch einmal zu Hause "Stiftung Lebensmitteltest". Schmeckt die Tiefkühlpizza am Ende besser als die selbst belegte? Wie steht es mit einem Eintopf aus der Dose gegenüber einem selbst gekochten nach Omas Rezept? Schmecken Ihr Kind und Sie einen Unterschied zwischen einem Naturjoghurt mit selbst untergemischten Früchten und dem industriell hergestellten Fruchtjoghurt? An die Augenbinden, fertig, los!