Riechen

Die olfaktorische Wahrnehmung
Der süße Duft von frisch gebackenem Apfelkuchen oder der liebliche Duft einer Rose - das sind Wohlgerüche für unsere Nase. Denn sie ist es, welche die Gerüche aus unserer Umwelt wahrnimmt und zur "Identifizierung" an unser Gehirn weiterleitet. Genauer gesagt gelangen die Duftmoleküle durch die eingeatmete Luft in die obere Nasehöhle an die Nasenschleimhaut, werden dort gelöst und anschließend von den Riechzellen aufgenommen. Wussten Sie übrigens, dass wir Menschen zwar mehrere tausende Gerüche unterscheiden, sie aber meist nicht benennen können?

Ein ebenfalls spannendes Phänomen im Zusammenhang mit der olfaktorischen Wahrnehmung ist, dass bei Düften - ebenso wie mit Geschmäckern - ein Abgleich zwischen dem aktuell wahrgenommenen Geruch und Gedächtnis erfolgt. Dringt uns beispielsweise ein bestimmter Essensgeruch in die Nase, kann es sein, dass auf einmal Erinnerungen an unsere Kindheit wach werden - vielleicht erinnert Sie z.B. der Duft von frisch gekochter Erbsensuppe an Besuche bei Ihren Großeltern?

Abschließend ist noch hervorzuheben, dass unserem Gefühl nach Düfte in ihrer Reizintensität schnell abnehmen. Das bedeutet, dass sich unsere Nase bereits nach einer kurzen Aufenthaltsdauer in einer duftstoffhaltigen Umgebung an die Gerüche gewöhnt und wir den Geruch wesentlich schwächer wahrnehmen als zuvor.


Dufte, dufte
Alterab 3 Jahre
MaterialGewürze und Kräuter, getrocknete Blumen, verschiedene Obstsorten
Spielidee

Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, vielfältige Geruchserfahrungen zu sammeln. Dazu geeignet sind zum Beispiel:

  • Dosen gefüllt mit Gewürzen, an denen Ihr Kind riechen kann.
  • Kleine Blumentöpfe mit frischen Küchenkräutern - zerreibt man die Kräuter zwischen den Fingern, setzen sie ihre Düfte frei.
  • Verschiedene Obstsorten.