Zahngesunde Ernährung: Damit "Zahnputzteufel" keine Chance haben

Natürlich wissen Sie es längst: Nicht nur das Zähneputzen, sondern auch die Ernährung trägt dazu bei, dass Zähne und Zahnfleisch gesund bleiben.

Folgendes tut den Zähnen Ihres Kindes gut:
 
  • Kalziumreiche Ernährung: Der Mineralstoff Kalzium ist für den Aufbau und die Festigung der Zähne besonders wichtig. Viel davon steckt in Milch- und Milchprodukten sowie in den Gemüsesorten Brokkoli, Fenchel oder Grünkohl. Zusätzlich können Sie kalziumreiche Mineralwässer anbieten. Den täglichen Kalziumbedarf Ihres zwei- bis dreijährigen Kindes deckt beispielsweise ein Glas Milch oder eine Scheibe Käse.
  • Hartes zum Kauen: Zähne brauchen Lebensmittel, die ihnen richtig "Arbeit" bereiten. Warum? Durch das kräftige Kauen erhöht sich der Speichelfluss, der die Zähne umspült und so von Speiseresten sowie schädlichen Säuren befreit. Täglich sollten daher feste und knackige Lebensmittel wie Gemüserohkost, Obst, ungesüßtes Müsli oder Vollkornbrot auf dem Speiseplan stehen.
  • Regelmäßige Mahlzeiten: Gönnen Sie den Zähnen Ihres Kindes ausreichende Pausen zwischen den Mahlzeiten, denn Sie brauchen Zeit, um die mit der Nahrung aufgenommenen Mineralstoffe aufzunehmen.


Das mögen kleine Beißerchen überhaupt nicht:

  • Zucker: Der größte Karies-Übeltäter ist bekanntlich der Zucker. Ihn brauchen die Kariesbakterien zur Bildung der schädigenden Säuren. Was vielen Eltern so nicht bewusst ist: Nicht nur der herkömmliche Haushaltszucker, sondern auch Fruchtzucker, Traubenzucker, Honig oder Sirup greifen die Zähne an. Von generellen Verboten ist selbstverständlich nichts zu halten. Beschränken Sie Süßigkeiten, zuckerhaltigen Getränken und anderen "Süß-Fallen" jedoch auf eine möglichst kleine Menge und gönnen Sie Ihrem Kind das Stück Schokolade am besten als Nachtisch nach der Hauptmahlzeit.
  • Ständiges Trinken: Ständiges Nuckeln an der Flasche (Saugflasche, Schnabeltasse, Radlerflasche) verändert den pH-Wert im Mund Ihres Kindes. Das führt zu vermehrter Kariesbildung - vor allem an den Schneide- und Eckzähnen. Erschreckend: Die Schädigung ist bei gesüßten und säurehaltigen Tees oder Säften besonders groß, kann jedoch auch durch das Trinken von Wasser zustande kommen. Lassen Sie Ihr Kind deshalb so bald wie möglich aus einem Becher trinken.


Fakten zum Staunen
Wie Karies entsteht

Für die Entstehung von Zahnkaries sind Bakterien verantwortlich, die sich in unserer Mundhöhle von leicht verwertbaren Substanzen - vor allem von Zucker - ernähren. Dabei scheiden sie als Stoffwechselprodukte Säuren aus, die den Zahnschmelz angreifen. Zu Beginn entstehen dadurch manchmal weiße Flecken, die der Körper aber noch selbstständig reparieren kann, vorausgesetzt, weitere schädigende Einflüsse werden vermieden. Bleibt die Mundhygiene unzureichend, wird die Zahnschmelzoberfläche weiter angegriffen und dauerhaft zerstört: Die Bakterien dringen in den Zahn ein und verursachen die typischen braungefärbten Löcher.