Bewegung

Babyschwimmen - kleine Wasserratten ganz groß

Babyschwimmen. Das ist spielerische Bewegungsförderung und Spaß pur. Mehr über diese besondere Art des Wasservergnügens erfahren Sie in unseren 6 Fragen & Antworten.

1. Sollen Babys beim Babyschwimmen schwimmen lernen?
Nein. Denn beim Babyschwimmen geht es nicht, wie der Name vielleicht vermuten lässt, darum, den Säuglingen Schwimmfähigkeiten beizubringen. Vielmehr handelt es sich bei diesem Eltern-Kind-Angebot um eine Art spielerischer Wassergymnastik, bei der vor allem der Spaß am und im Wasser im Vordergrund steht. Mit Schwimmunterricht im eigentlichen Sinne kann mit circa vier bis fünf Jahren begonnen werden: In diesem Alter sind Kinder im Allgemeinen in der Lage, die Schwimmbewegungen richtig zu koordinieren und das Gleichgewicht an der Oberfläche zu halten.


Fakten zum StaunenBabys sind geborene Schwimmer
...denn sobald sie sanft auf das Wasser gelegt werden, fangen sie an, mit ihren Beinen gleichmäßige Schwimmbewegungen auszuführen. Man vermutet hinter diesem Phänomen einen angeborenen Schwimmreflex, der sich allerdings im 4. bis 6. Lebensmonat wieder verliert.
Ein weiterer Reflex, den Neugeborene besitzen, ist der Atemschutzreflex. Dieser bewirkt, dass beim Tauchen automatisch die Atemaktivität gestoppt wird und so die Atemwege vor Wassereintritt geschützt sind. Auch dieser Reflex verliert sich wieder, in der Regel um den 6. Lebensmonat herum.


2. Was spricht für die Teilnahme am Babyschwimmen?
Vor allem die Freude, die sie Kindern bereitet: Spielerisch das Element Wasser zu entdecken, sich entspannen zu können, aber auch toben und plantschen zu dürfen - und dies zusammen mit den Eltern - macht bereits den Allerjüngsten großen Spaß. Zudem verstärken der intensive Körperkontakt und das gemeinsame Wasservergnügen spürbar die Beziehung zwischen Eltern und Baby.Doch der Aufenthalt im Wasser hat noch weitere bedeutsame Effekte: Z.B. die positive Beeinflussung der körperlichen Entwicklung. So erlaubt die Bewegungsfreiheit, die die "Schwerelosigkeit" des nassen Elements bietet, Ihrem Nachwuchs Bewegungen, die ihm an Land noch nicht möglich wären und schult so seine gesamte Motorik sowie sein Gleichgewicht und Körpergefühl. Ferner wird durch das Spielen im Wasser das Herz, die Atmung und der Kreislauf gestärkt, die Muskulatur trainiert und das Selbstvertrauen gefördert.


3. Ab wann können Babys am Babyschwimmen teilnehmen?
Allgemein empfohlen wird ein Alter von drei Lebensmonaten. Wobei für den ersten Besuch des Babyschwimmens - sowie für alle weiteren Kurstermine - als Voraussetzung gilt, dass Ihr Baby gesund, sprich frei von Infekten, ist. Zum anderen ist es hilfreich, wenn es bereits seinen Kopf in Bauchlage heben und halten kann. So wird es auch für Sie einfacher, Ihrem Baby einen sicheren Halt zu geben. Darüber hinaus befürworten manche Kinderärzte, die 2. Kombinationsimpfung gegen Tetanus, Diphterie, Keuchhusten, Kinderlähmung und Hepatitis abzuwarten. Sie steht gegen Ende des dritten Lebensmonats an. Apropos: Warten Sie mindestens 3 bis 4 Tagen nach einem Impftermin mit dem nächsten Babyschwimm-Termin. Fragen Sie hierzu auch Ihren Kinderarzt.


4. Wie wird das Babyschwimmen zum vergnüglichen Wasserspaß?
Wählen Sie ein Angebot, das unter Anleitung einer gut ausgebildeten Kursleitung durchgeführt wird. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass Sie stets einen erfahrenen Trainer an Ihrer Seite haben und alle wichtigen und sicheren Griffe/ Haltetechniken kennen lernen.Ferner nicht zu unterschätzen ist das aktuelle Wohlbefinden Ihres Nachwuchses. Erfahrungsgemäß wird Ihr Baby die größte Freude am Babyschwimmen haben, wenn es satt und ausgeschlafen ist. Beginnt Ihr Nachwuchs im Wasser zu zittern/ frieren oder scheint sich generell unwohl zu fühlen, ist es Zeit, das Wasser zu verlassen... und ihn warm einzuwickeln und zu beruhigen. Mit anderen Worten: Wenn Sie die Bedürfnisse Ihres Kindes stets im Blick behalten, wird das Babyschwimmen gewiss zu einem vergnüglichen Erlebnis. 

Tipp aus der PraxisNach dem Baden immer gut abduschen
Im Allgemeinen müssen Sie sich wegen des Chlors im Schwimmbad keine Sorgen machen - es sei denn Ihr Baby hat eine Chlorallergie. Duschen Sie Ihr Baby nach dem Aufenthalt im Wasser einfach immer nur gut ab. Dann hat das Chlor keine Chance, auf der Haut kleben zu bleiben. Neigt Ihr Baby zu trockener Haut, ist es zudem empfehlenswert, es anschließend mit einer Babylotion einzucremen.


5. Pack die Badehose ein ... und was noch?
In die Badetasche gehören: - Eine Schwimmwindel und/ oder Badehose für Ihr Kind. (Achten Sie auf eine gute Passform, d.h. der Bund sollte an Bauch und Beinen gut abschließen, damit das große Geschäft nicht im Wasser landet.)- Badebekleidung und -schuhe (aufgrund der Rutschgefahr) für Sie - Großes (Bade-) Handtuch und evtl. Bademantel für Sie und Ihr Baby - Windel und frische Wäsche zum Anziehen nach dem Badespaß.


6. Wo wird Babyschwimmen angeboten?
In der Regel in allen größeren Städten. Eine gute Suchhilfe bietet Ihnen die Internetseite www.babyschwimmen.de. Hier können Sie rasch und einfach nach einer Schwimmschule in Ihrer Nähe suchen, die Babyschwimmkurse im Programm hat.