Entspannung, Entspannung

Mit dem Nachwuchs in die Sauna - ein wohlig-warmes Vergnügen

In Skandinavien hat es bereits lange Tradition, und auch hierzulande wird es immer beliebter: Das Saunabad im Babyalter. Denn nicht nur wir Erwachsenen, sondern auch Babys genießen die wohlige Wärme einer Sauna und profitieren von den positiven Wirkungen des Saunierens. Zu beachten sind dabei im Grunde nur einige wenige Regeln.

Entspannung pur - für Groß und Klein
Ist ein Saunabad nicht viel zu belastend für den Kreislauf eines jungen Babys? Diese Frage wird gewiss vielen von Ihnen beim Stichwort "Babysauna" durch den Kopf gehen. Doch die Antwort lautet: Ganz im Gegenteil - so die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien. Sie belegen, dass selbst die Kleinsten den Wechsel von Körperaufheizung und -abkühlung gut vertragen und ein regelmäßiges Saunieren ihre Abwehrkräfte gegen Erkältungskrankheiten und chronische Bronchialleiden stärkt. Und noch ein Plus: Nach dem Saunabad sind viele Babys merklich entspannter und erfreuen ihre Eltern mit einer ausgedehnten Schlafphase, in der Sie selbst noch einmal zur Ruhe kommen und entspannen können.

Einzige Voraussetzungen für einen Saunabesuch im Babyalter sind: Der Nachwuchs ist am Saunatag gesund und es wird kindgerecht geschwitzt. Was damit gemeint ist, lesen Sie in den folgenden Tipps.


Tipps für das gemeinsame Saunabad
Im Grunde unterscheidet sich das Baby-Saunabad nicht wesentlich von dem der Erwachsenen ? es wird einfach nur nicht so heiß und so oft geschwitzt...

MindestalterFür seinen ersten Saunabesuch sollte Ihr Baby mindestens vier Monate alt sein sowie an der Früherkennungsuntersuchung U4 teilgenommen haben. Bei dieser Gelegenheit können Sie Ihre Saunapläne auch noch mal mit Ihrem Kinderarzt besprechen. 
SaunagangWählen Sie eine Sauna mit Temperaturen von max. 60 bis 70°C und schwitzen Sie - auf der unteren Bank sitzend - anfangs nicht länger als 3 Minuten. Verträgt Ihr Baby das Saunabad gut, können Sie die Verweildauer mit der Zeit auf 5 bis 7 Minuten erhöhen. Und: Seien Sie mit Aufgüssen vorsichtig. Am besten verzichten Sie gänzlich darauf.
AbkühlenNach dem Schwitzbad folgt die Abkühlung. Selbstverständlich nicht mit einem Sprung ins eiskalte Tauchbecken. Im Babyalter ist ein behutsames Abduschen mit etwa 28°C warmem Wasser vollkommen ausreichend. Ein anschließender Gang an der frischen Luft - mit einem Mützchen auf Babys Kopf - belebt noch einmal zusätzlich.
RuhephaseAuch im Babyalter wird jeder einzelne Saunagang mit einer Ruhephase abgeschlossen: Machen Sie es sich also, warm eingewickelt in Ihre Bademäntel, auf einer Liege gemütlich und kuscheln Sie ein wenig.
Ob nach der Ruhephase noch ein zweiter Saunagang folgt, sollten Sie entscheiden, je nach dem wie es Ihrem Baby geht. Lassen Sie es in jedem Fall ruhig und langsam angehen
TrinkenEgal ob jung oder alt, bei einem Saunabesuch ist es grundsätzlich wichtig, zwischendurch genügend zu trinken (Wasser oder verdünnte Fruchtsäfte; bei Bedarf auch stillen), denn durch das Schwitzen verliert der Körper eine Menge Flüssigkeit.

Wo können Babys mit in die Sauna gehen?
Aufgrund der steigenden Nachfrage gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Saunabetrieben in Deutschland, die gesonderte Babysaunazeiten oder gar spezielle Kursangebote anbieten. In diesen Fällen ist oftmals auch die Ausstattung auf die kleinen Besucher ausgerichtet: Es gibt Wickeltische, Krabbeldecken, Kinderbetten, Spielecken und manchmal ist sogar das Schwimmbecken auf 30°C erwärmt. Am besten Sie erkundigen sich in den Saunabetrieben oder Thermen in Ihrer Nähe.