Ernährung

Einkauf-Tipps für Gläschen & Co

Manchmal ist es gar nicht so leicht, sich im Dschungel der vielen Breie zurechtzufinden. Aber lassen Sie sich nicht entmutigen, der Blick auf die Zutatenliste hilft und lohnt sich. Mit einigen Tipps sind Sie gut gewappnet, um die richtigen Gerichte für Ihr Kind herauszufinden.

Rund um den industriell gefertigten Kartoffel-Gemüse-Fleisch-Brei
Anstatt des selbst zubereiteten Kartoffel-Gemüse-Fleisch-Breis zum Mittagessen gibt es im Handel fertige Baby-Menüs mit ähnlicher Zusammensetzung. Beachten Sie hier:

  • Je weniger Zutaten in den  Fertig-Menüs verarbeitet sind, desto besser. So ist z.B. eine einzige Gemüsesorten vollkommen ausreichend. Vergleichen Sie einfach die Zutaten mit dem im Kleinen Brei-Kochkurs beschriebenen Grundrezept.
  • Ähnlich sparsam enthalten sollten in den Fertigmahlzeiten sein: Salz, Gewürze, Kräuter, Zucker und Aromen sollten gemieden werden. die Geschmacksvorlieben von jungen Kindern sind diese Zusätze vollkommen überflüssig. Zudem geben  Sie Ihrem Kind mit Produkten ohne (künstliche) Zusätze die Möglichkeit, den Eigengeschmack der Lebensmittel kennenzulernen.
  • Viele Fertig-Menüs, die für Babys nach dem 4. Monat angeboten werden, enthalten zu wenig Fett. Wenn weniger als die empfohlenen 8-10 g enthalten sind, sollten Sie noch 1 Teelöffel Rapsöl zufügen.
  • In fertigen Menüs fehlt häufig Vitamin C-reicher Saft. Geben Sie in diesem Fall noch Saft dazu oder füttern Sie danach einige Löffel Obstmus.
  • Die Hersteller orientieren sich häufig an den Vorlieben der Erwachsenen. So gibt es zahlreiche Menüs ohne die sehr nährstoffreiche Kartoffel, sondern mit Nudeln. Im Gegensatz zu Kartoffeln enthalten Nudeln jedoch kaum Vitamine und Mineralstoffe.



Rund um den fertigen Milch-Getreide-Brei
Fertige Milch-Getreide-Breie sind als Abendbrei im Gläschen oder in Pulverform erhältlich. Empfehlenswert sind Breie,

  • deren Basis Getreide aus Vollkorn ist,
  • die keine Nüsse und Schokolade enthalten, sie können Allergien auslösen,
  • denen kein zusätzlicher Zucker hinzugefügt wurde,
  • und denen Jod zugesetzt wurde.
Fakten zum Staunen

Zucker - ein Kohlenhydrat mit vielen Namen

Haben Sie gewusst, dass sich hinter den folgenden Bezeichnungen immer  Zucker versteckt?
Saccharose (Haushaltszucker, Kristallzucker), Glucose (Traubenzucker), Glucosesirup, Fructose (Fruchtzucker), Fructosesirup, Maltose (Malzzucker), Honig, Apfel- und Birnendicksaft

In diesem Zusammenhang lohnt sich auch stets ein Blick auf die Zutatenliste: Hier werden alle Bestandteile/ Zutaten des Produktes in absteigender Reihenfolge aufgeführt. Steht hier z.B. Zucker, Honig oder Co. bereits an den oberen Stellen bedeutet dies, dass der Zuckergehalt verhältnismäßig hoch ist und das Produkt eher als "Süßigkeit" zu bezeichnen ist.



Rund um den industriell gefertigten Getreide-Obst-Brei
Der milchfreie Getreide-Obst-Brei wird am Nachmittag gefüttert. Lesen Sie auch hierzu die Checkliste:

  • Ein Brei "nach dem 4. Monat" oder "ab dem 6. Monat" ist von der Zusammensetzung immer besser zu bewerten als ein Brei mit einer höheren Altersangabe, da sie in der Regel weniger verschiedene Zutaten und weniger/ kaum andere Zusatzstoffe wie z.B. Aromen enthalten.
  • Achten Sie auch hier stets auf die Verwendung von Vollkorngetreide.
  • Milchprodukte wie Jogurt oder Quark sollten nicht enthalten sein, da sie die Eisenaufnahme hemmen.
  • Falls weniger als 5 g Fett enthalten sind, ist es ratsam, noch einen Teelöffel Rapsöl zuzufügen.
  • Oft sind Zucker oder andere Süßungsmittel wie Honig enthalten. Versuchen Sie solche Produkte möglichst zu vermeiden, denn ein frühes Füttern mit stark zuckerhaltigen Lebensmitteln fördert  bei Kindern schon unnötig früh eine Vorliebe für Süßes.



Was ist sonst noch zu beachten?
  • Angebrochene Gläschen halten sich höchstens 1 bis2 Tage im Kühlschrank.
  • Gemüsegläschen und Babymenüs sollten etwas erhitzt werden. Das gelingt im Wasserbad oder in der Mikrowelle. Für die Mikrowelle muss der Deckel entfernt werden. Dann bei 300 bis 400 Watt für ca. 30 Sekunden erwärmen.
  • Vor dem Füttern gut umrühren und die Temperatur prüfen.
  • Breie dürfen nicht ein zweites Mal aufgewärmt werden, es könnten sich Bakterien vermehren. Auch das Warmhalten von mehr als 30 Minuten ist tabu, da dadurch wichtige Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen.
  • Geöffneter Instantbrei sollte in ein dichtes Gefäß umgefüllt werden und im Kühlschrank aufbewahrt werden. 2 bis 3 Wochen ist er dann haltbar.