Ernährung

Kleiner Beikost-Kochkurs

Gesund und lecker zu kochen, ist gar nicht so schwierig. Auch wenn Sie nicht so geübt im Kochen sind, werden Sie bald feststellen, dass die Baby-Küche keiner großen Kochkünste bedarf. Es gibt nur drei verschiedene Grundrezepte, die Sie durch die Verwendung von unterschiedlichem Gemüse- und Getreidesorten beliebig abwandeln können. Rezepte und Tipps zur Lebensmittel-Auswahl finden Sie hier.

Der erste Brei: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei

Zutaten
100 g Gemüse (z.B. mittelgroße Möhre)
50 bis 60 g Kartoffeln (Größe wie 1 Ei)
20 bis 30 g Fleisch
8 bis 10 g Rapsöl (ca. 1 EL)
3 bis 4 EL Obstsaft

Zubereitung
Das Gemüse und die Kartoffeln schälen, danach abwaschen und in kleine Stücke schneiden. Das Fleisch in kleine Stücke schneiden. Alles zusammen in einen kleinen Topf mit wenig Wasser (ohne Salz) geben und ca. 15 Minuten mit geschlossenem Deckel weich dünsten. Alles fein pürieren, danach den Saft und das Öl zufügen. Evtl. etwas abgekochtes Wasser zugeben. Der Brei sollte so fest sein, dass er gut vom Löffel gefüttert werden kann.


Tipps zur Lebensmittel-Auswahl: 

  • Natürlich können Sie anstatt Möhren auch ein anderes gut verträgliches Gemüse wie Pastinake, Kürbis oder Zucchini wählen. Später können auch Brokkoli, Kohlrabi, Blumenkohl oder Fenchel hinzukommen. Empfehlenswert ist es jedoch, zu Beginn erst einmal bei einer Gemüsesorte zu bleiben. Wenn Sie im Laufe der Zeit die Gemüsesorten wechseln, tun Sie dies anfangs nur alle drei Tage. So können Sie Unverträglichkeiten auf Gemüse leichter zuordnen.
  • Je nach Kartoffelsorte ändert sich auch die Konsistenz des Breis. Festkochende Sorten können den Brei "kleistrig" machen, mehligkochende eher mehlig.
  • Das Fleisch sollte mager sein. Es eignen sich Rindfleisch, Schweinefleisch, Lamm oder Geflügel.
  • Wählen Sie für die Zubereitung der Breie stets nur sog. raffinierte Speiseöle. Der Vorteil: Bei der Raffination werden dem Öl Schadstoffe entzogen. Native und kaltgepresste Öle enthalten zwar gesundheitsförderliche Begleitstoffe, können aber noch Schadstoffe enthalten. Raffinierte Öle erkennen Sie an den Bezeichnungen "rein" oder "fein" auf dem Etikett. Fehlen die Bezeichnungen nativ oder kaltgepresst, handelt es sich ebenfalls in der Regel um raffiniertes Speiseöl. Rapsöl ist wegen seiner Zusammensetzung besonders empfehlenswert. Zur Abwechslung können Sie auch andere Öle wie Sonnenblumenöl, Sojaöl oder Maiskeimöl einsetzen.
  • Der Saft sollte Vitamin C-reich sein, wie z.B. Baby-Apfelsaft oder Orangensaft.