Gut einschlafen - Weitere Tipps

Tipp aus der Praxis: Methoden, die hartnäckige Schlafverweigerer ins Traumland befördern


Fällt es Ihrem Kind auch mit zehn Monaten noch jeden Abend schwer, einzuschlafen, dann haben sich folgende zwei Methoden in der Praxis bewährt:

  • Sanduhr-Methode: In immer größeren Abständen (erst alle drei, dann alle sechs, schließlich alle neun Minuten) gehen Sie zu Ihrem Kind, beruhigen es und verlassen dann wieder das Zimmer. Das ganze wird so oft wiederholt, bis Ihr Baby aufhört zu weinen und eingeschlafen ist.
  • Rückzug-Methode: Setzen Sie sich neben Ihr Baby ans Bett und warten Sie, bis es eingeschlafen ist. Jeden Abend rückt der Stuhl ein Stückchen näher zur Tür, bis er sie schließlich ganz erreicht hat und mit Ihnen das Zimmer verlässt.
 Quelle: ELTERN Fragen und Antworten 02/2007


Wann ist an ein Durchschlafen zu denken?

Sicherlich fiebern auch Sie der Nacht entgegen, in der Ihr Baby das erste Mal durchschläft, oder? Wann das sein wird, ist genau wie der Schlafbedarf individuell von Kind zu Kind unterschiedlich.

Im ersten halben Jahr ist das nächtliche Aufwachen im Zwei-bis-vier-Stundentakt ganz normal und zudem wichtig für die Entwicklung: Der Schlaf ist in dieser Lebensphase besonders leicht, damit Ihr Baby sofort merkt, wenn es friert bzw. Hunger oder die Windeln voll hat.

Bis zum Alter von sechs Monaten ist es auf eine oder mehrere Nachtmahlzeiten ?programmiert?. Ab da an kann es theoretisch ohne füttern auskommen und fängt damit häufig auch an, sechs bis acht Stunden am Stück durchzuschlafen. Klappt dies bei Ihnen noch nicht, dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft, schließlich wacht noch die Hälfte der Einjährigen mindestens einmal pro Nacht auf.


Tipps, die helfen, Ihr Baby ans Durchschlafen zu gewöhnen:


Wenn Ihr Kind nachts wach wird, dann...

  • geben Sie ihm ein paar Minuten Zeit und damit die Chance, sich selbst zu beruhigen, bevor Sie nach ihm schauen.
  • schalten Sie kein helles Licht ein und sein Sie möglichst leise.
  • nehmen Sie es nicht gleich auf den Arm, sondern setzen Sie sich lieber neben sein Bett.
  • spielen Sie nicht mit ihm, sondern beruhigen Sie es mit Streicheln oder leisem Zureden.
  • wickeln Sie es ohne großen Aufwand, sollten frische Windeln wirklich unbedingt nötig sein.