Schlaf-Rituale

Vielen Babys fällt es schwer, abends selbstständig in den Schlaf zu finden. Tagsüber strömt so viel Neues auf sie ein, das zwar wie ein Schwamm aufgesogen, aber nicht in gleichem Tempo verarbeitet werden kann. Die Folge ist oft eine Überreizung, die Ihren eigentlich erschöpften Nachwuchs daran hindert, zur Ruhe zu kommen.

Sie als Eltern können Ihrem Baby beim Einschlafen helfen, allerdings gibt es kein Patentrezept, das bei jedem Kind eine positive Wirkung zeigt - zu verschieden sind Babys und die Situation in der Familie. Als gesichert gilt, dass feste Strukturen und Einschlafrituale beim allabendlichen Schlafengehen helfen, da sie Ihrem kleinen "Schlaf-Anfänger" Entspannung, Verlässlichkeit und Orientierung bieten.

Vielleicht müssen Sie in der Anfangszeit verschiedene Gute-Nacht-Rituale ausprobieren, bis Sie die Methode gefunden haben, die genau zu Ihnen und Ihrem Baby passt. Einmal eingeführt, sollten Sie den Ablauf so genau wie möglich einhalten. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass es etwas ist, was unabhängig von Ihrer Person, also auch mal von Oma und Opa, durchgeführt werden kann. Wichtig ist auch, dass Sie das Ritual nicht zu lang gestalten - zehn Minuten reichen völlig aus.


Gute Nacht - Rituale
  • Ruhe statt Toben. Damit Ihr Kind versteht, dass es Schlafenszeit ist, beginnen Sie die Zubettgeh-Phase mit Ruhe. Miniklavier und Tobespiele müssen also bis morgen warten. Ein deutliches Zeichen für das Einläuten der Nachtruhe ist auch die letzte Abendmahlzeit, das Waschen und Zähneputzen sowie das Anziehen des Schlafanzuges und Schlafsacks.
  • Baby im Bett einschlafen lassen. Es erhöht die Selbstständigkeit beim Einschlafen, wenn Sie Ihr Baby noch wach ins Bett legen, anstatt es auf Ihrem Arm einschlafen zu lassen.
  • Schlummerlied. Ihre beruhigende Stimme kann wahre Wunder wirken, wenn Sie Ihrem Baby jeden Abend das gleiche Gute-Nacht-Lied vorsingen.  Zum Beispiel die Klassiker: "Schlaf, Kindlein schlaf!" oder "Guten Abend, gut´ Nacht"
  • Sanfte Klänge der Spieluhr: Auch die hohen Töne einer Spieluhr können Ihr Baby ins Traumland hinüber begleiten. Direkt neben dem Kopf platziert sind viele Modelle übrigens zu laut für Babys empfindliche Ohren. Besser hängt die Spieluhr am Fußende oder oberhalb des Bettchens.
  • Kuschelhase, Püppi oder Schnuffeltuch schlafen mit. Vielen Kindern hilft es, einen vertrauten und oft heiß geliebten Gegenstand neben sich zu wissen. Beim Einschlafen und nächtlichen Erwachen wirkt dieser wie ein ?Rettungsanker?, den Ihr Baby festhalten, streicheln oder in den Mund nehmen kann. 
  • In den Schlaf streicheln. Die meisten Kinder genießen es, in der Einschlafphase noch einmal engen Körperkontakt mit Ihnen zu haben. Streicheln Sie Ihrem Baby dazu z.B. den Rücken, legen Sie Ihre Hand auf seine Stirn oder massieren Sie die kleinen Füßchen. Zum Abschluss darf natürlich der Gute-Nacht-Kuss nicht fehlen. 
  • Alles in Ordnung dank Alltagsgeräuschen. So verrückt es für uns Erwachsene vielleicht klingen mag: Alltägliche Geräusche wie Geschirrklappern, Staubsaugen oder Wasserplätschern sind in Babys Ohren wahre Entspannungsmusik, da sie vermitteln, dass Sie in der Nähe und daher alles o.k. ist. Mittlerweile sind sogar  entsprechende CD´s mit Alltagsgeräuschen im Handel erhältlich.