Tipps aus der Praxis: Wo geübt wird, fallen Späne

  • Und mit dem Essen spielt man doch!
    Geben Sie Ihrem Kind möglichst oft Gelegenheit, das selbständige Essen zu üben. Gewiss kennen viele von Ihnen aus der eigenen Kindheit noch den Spruch: Mit Essen spielt man nicht! Doch die Erfahrungen zeigen, seine Nahrung auf eigene Faust erforschen zu können, ist die beste Quelle fürs Lernen. Das heißt: Je mehr Ihr Baby mit Essen, Löffel & Co. spielen und experimentieren darf, umso schneller wird es lernen, alleine zu essen. Und lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen, wenn vor allem in der ersten Zeit der größte Teil der Mahlzeit danebengeht und auch auf Tischsitten an Babys Essplatz verzichten werden muss.
  • Kauen will gelernt sein.
    Essen zum Mund zu führen ist gar nicht so leicht und auch Kauen muss geübt werden. Legen Sie ihrem Kind Kartoffelstücke, Gemüsestücke oder Nudeln auf den Teller und lassen Sie es damit hantieren. Die beste Strategie ist, gar nicht erst zu erwarten, dass alles im Mund ankommt - denn das ist und bleibt in der ersten Zeit bei allen Babyseher die Ausnahme. Ebenfalls gut geeignet, um Abbeißen und Kauen zu üben, sind Speisen, die Ihr Nachwuchs mit den Fingern essen kann, wie Vollkorntoaststreifen, milder Hartkäse in handlichen Stücken und Kekse mit wenig Zucker.
  • Meine Babytasse.
    Auch Trinken aus einer Tasse ist am Anfang gar nicht so einfach. Eine Trinklerntasse kann ihrem Kind dabei behilflich sein. Gegen Ende des 1. Lebensjahres können Kinder meistens schon aus einem normalen Becher trinken. Mit einem Becher Wasser kann Ihr Kind gut üben. Aber auch hier geht am Anfang fast alles daneben.