Eine Stunde und mehr Zeit für mich

Haben Sie heute schon etwas vor? Noch nicht konkret? Wie wäre es dann mal mit einer Verabredung nur mit Ihnen selbst - und die ganz im Zeichen des Seele baumeln lassen steht? Dabei bedeutet die Seele baumeln zu lassen, alles zu tun, was Körper, Geist und Seele gut tut und Ihre Energiereserven wieder auftankt. Lassen Sie sich einfach treiben - so wie es Ihnen gefällt. Im Folgenden haben wir einige Anregungen zusammengestellt, mit denen Sie für ein wenig Wohlbefinden und Entspannung sorgen können.


In der Sauna verraucht der Zorn
...besagt eine alte finnische Volksweisheit. Und die Nordländer müssen es ja wissen. Schließlich saunieren sie schon seit mehr als 2000 Jahren. Tatsächlich empfinden Menschen weltweit die Wärme und Ruhe der Sauna als Wohltat, denn die angenehme Atmosphäre wirkt beruhigend und lässt neue Kräfte sammeln. Das Geheimnis der positiven Wirkungen des Saunierens liegt im Wechsel von Körperaufheizung und -abkühlung. Denn das Nacheinander von heißem Schwitz- und kaltem Tauchbad hat neben der Entspannung der Muskulatur auch zahlreiche körperliche Effekte, z.B. die Anregung des Herz-Kreislauf-Systems und des Stoffwechsels sowie die Stärkung der Abwehrkräfte. Ein weiteres Plus des Schwitzens ist: Die gute Durchblutung. Diese wiederum bewirkt eine vermehrte Versorgung der Haut mit Sauerstoff und Nährstoffen - mit einem schönen Hautbild als Resultat.


Tipps für Ihren Saunabesuch
  • Saunagang
    Nehmen Sie sich Zeit und planen mindestens 2 Stunden für Ihren Saunabesuch ein. Dieser besteht in der Regel aus zwei bis max. drei Gängen, die je nach Verträglichkeit 8-15 Min. dauern (mehr belastet den Kreislauf).
  • Abkühlen
    Nach dem Schwitzbad folgt die Abkühlung. Entscheiden Sie selbst, ob Sie den Sprung ins kalte Tauchbad wagen oder eine kühlende Dusche vorziehen. Ein anschließender Gang an der frischen Luft versorgt den Körper mit Sauerstoff und Abkühlung und belebt noch einmal zusätzlich.
  • Ruhephase
    Abgeschlossen wird jeder einzelne Saunagang mit einer Ruhephase (10 - 30 Minuten): Machen Sie es sich, warm eingewickelt in Ihren Bademantel, auf einer Liege gemütlich, lesen Sie oder schlummern ein wenig. Oder nehmen Sie ein warmes Fußbad - das verstärkt die Wirkung der Sauna.
  • Viel Trinken
    Besonders wichtig ist es, zwischendurch genügend zu trinken (Wasser oder verdünnte Fruchtsäfte), denn durch das Schwitzen verlieren Sie eine Menge Flüssigkeit.

Wer die Wahl hat...
Inzwischen finden Sie in Deutschland eine zahlreiche Auswahl an verschiedenen Sauna- und Dampfbadarten, angefangen von der klassischen finnischen Sauna über den türkischen Hamam bis hin zur russischen Banja. Um Ihnen die Wahl zu erleichtern, stellen wir Ihnen die einzelnen Arten kurz vor:
  • Finnische Sauna
    Die finnische Sauna ist der Klassiker unter den Saunen. Sie ist heiß und trocken. So beträgt die Temperatur hier schweißtreibende 80 - 100°C, die Luftfeuchtigkeit dagegen keine 10 %. Aufgrund der großen Wärme-Kälte-Reize ist diese Art der Sauna vor allem zur Abhärtung gegen Erkältungskrankheiten geeignet.
  • Dampfbad
    Das Dampfbad zeichnet sich dadurch aus, dass es mit 40 - 50°C nicht ganz so heiß ist wie in der finnischen Sauna, dafür aber um so feuchter. So herrscht hier bis zu 100 % Luftfeuchtigkeit. Wegen der geringeren Temperatur verbleibt man im Dampfbad in der Regel bis zu 20 Minuten.
  • Hamam
    Das Hamam ist ein türkisches Badehaus, das eine besondere Mischung aus Sauna, Massage und Ganzkörperpeeling anbietet. Die Temperaturen im türkischen Dampfbad liegen bei niedrigen 40 - 50°C, und daher im kreislauffreundlichen Bereich. Nach dem Schwitzen führt der Bademeister (Tellak) oder die Badefrau (Natr) die traditionelle Körperreinigung durch: Dabei erhält der Körper zunächst mittels eines speziellen Handschuhs aus Ziegenhaar ein reinigendes Peeling, und wird daran anschließend ordentlich eingeseift, massiert und mit warmen Wasserbehandlungen verwöhnt. Das regt den Stoffwechsel an und die Muskulatur wird gelockert. Der Kreislauf wird anschließend mit kalten Güssen auf Trab gebracht. Im Ruheraum (Sogukluk) kann man dann den Hamambesuch bei einer heißen Tasse schwarzen Tee in Ruhe ausklingen lassen.
  • Banja
    Die russische Banja ist ebenfalls eine Form des Dampfbads: hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen 50 - 70°C. Das Besondere ist, dass man sich nach alter russischer Tradition während des Saunierens vorsichtig mit getrockneten Birkenzweigbündeln abklopft, die zuvor in warmes Wasser getaucht wurden. Durch das Abschlagen wird die schweißtreibende Wirkung des Dampfbades erheblich intensiviert, der Kreislauf angeregt und die Durchblutung der Haut verbessert. Birke wirkt zudem entzündungshemmend und reinigend.



Wohlige Badevergnügen
Nach einem anstrengenden Tag kann ein heißes Bad wahre Wunder bewirken. So lockert warmes Wasser nicht nur Muskelverspannungen, sondern lässt den Stress des Alltags im wahrsten Sinne des Wortes baden gehen. Je nach Zutat kann eine warme Badewanne die Stimmung heben, die Nerven beruhigen, Erkältungen entgegenwirken oder einen ruhigen Schlaf fördern.


  • Badeoase ganz privat
    Legen Sie sich in Ihrem Badezimmer alles bereit, was Sie für Ihr Badevergnügen benötigen: Ein kuscheliges Handtuch, ein wohlriechendes Aromaöl, einen CD-Player sowie ein Wannenkissen für Ihren Nacken (oder ein zusammengerolltes Handtuch). Jetzt nur noch das Telefon ausgestellt, beruhigende Entspannungsmusik eingelegt sowie ein paar Kerzen angezündet und das Badevergnügen kann beginnen.
  • Sinnlich entspannen mit Aromaölen
    Eine besonders wohltuende Wirkung hat ein Vollbad mit dem Zusatz eines wohlriechenden Duftöls. Denn gerade im warmen Wasser entfalten sich aromatische Düfte besonders intensiv. Wählen Sie einfach einen Ihnen angenehmen Duft (erhältlich in Drogeriemärkten) und geben Sie davon ca. 5 - 8 Tropfen in Ihr Badewasser. Wie wäre es z. B. mit einem sinnlich duftenden Rosenbad?
    Dazu brauchen Sie lediglich ein paar Tropfen ätherisches Rosenöl, 100 ml Sahne und einen Esslöffel Honig. Mischen Sie alles in einer kleinen Schale und geben Sie die Mischung in Ihr wohltemperiertes Badewasser.
  • Ein Bad mit Kräutersäckchen zur guten Nacht
    Der Duft von Basilikum, Lavendel und Zitronengras ist wunderbar entspannend und fördert eine angenehme Nachtruhe. Legen Sie für Ihr Schlummerbad je eine Hand voll dieser Kräuter (getrocknet) in ein Stofftaschentuch oder Geschirrhandtuch und binden Sie dieses zu einem kleinen Säckchen zusammen.
    Nun hängen Sie das Kräutersäckchen in das einlaufende Badwasser und lassen es während Ihrer gesamten Badezeit im Wasser (drücken Sie es dabei immer mal wieder aus). Nach ca. 20 Minuten Entspannungsbad heißt es nur noch Ihren Pyjama übergezogen und unter Ihre Bettdecke geschlüpft...
  • Eukalyptus & Co wenn eine Erkältung naht
    Ein heißes Bad mit Eukalyptus, Thymian, Kampfer und Kiefernadeln gilt als die beste Medizin gegen eine nahende Erkältung. In der Drogerie/ Apotheke finden Sie eine gute Auswahl an wohltuenden Erkältungsbädern. Inhalieren Sie die heilsamen Düfte Ihres Erkältungsbades und gehen Sie nach dem Bad, in ein dickes Handtuch eingewickelt, gleich ins Bett, um sich vollständig auszukurieren.