Fahrrad fahren mit Kind - Sicherheit für ungetrübten Radelspaß

Durch das Fahren mit dem Rad tun Sie sich und der Umwelt etwas Gutes. Ihr Kind darf dabei natürlich nicht fehlen! Sobald es frei sitzen kann - also ab etwa acht bis elf Monaten - kann Ihr jüngstes Familienmitglied behelmt in einem Kindersitz oder Anhänger jederzeit mitfahren. Da Sicherheit auch hier das A & O sein sollte, haben wir die wichtigsten Infos zu Fahrradsitz, Helm und Co. kurz und knapp für Sie zusammengestellt.


Transportsicherheit beginnt beim Fahrrad und Fahrer
Ein einwandfreier Zustand und eine ausreichende Stabilität des Fahrrades ist die Grundvoraussetzung für eine sichere Beförderung auf zwei Rädern. Besondere Beachtung verdienen funktionstüchtige Bremsen und gute Sichtbarkeit am Tag und in der Dunkelheit. Der Fahrer muss laut Gesetzgeber mindestens 16 Jahre alt sein und sollte das Fahren mit Kindersitz oder -anhänger vorher auf einer ruhigen Straße geübt haben. Helle und reflektierende Kleidung sorgt für zusätzliche Sicherheit.


Sicherer Klassiker: Der Fahrradsitz
Kindersitze für das Fahrrad erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit und sind in verschiedenen Variationen erhältlich. Grob kann zwischen Modellen unterschieden werden, die sich zwischen Lenker und Sattel oder aber hinten über dem Gepäckträger befinden. Beide Ausführungen haben Vor- und Nachteile - die Entscheidung für eine Sitzvariante ist letztendlich Geschmackssache.
Dies gilt natürlich nicht für ihre Sicherheit garantierenden Eigenschaften: Eine erste Orientierungshilfe bietet immer das Vorhandensein des GS-Zeichens, welches gewährleistet, dass der Sitz den Sicherheitsnormen entspricht. Zur Ausstattung eines jeden Fahrradsitzes sollten weiterhin Speichenschutz, hohe Rückenlehne, Hosenträgergurte sowie verstellbare Fußstützen mit Halteriemen gehören. Achten Sie auf die sorgfältige Montage und kontrollieren Sie den Sitz regelmäßig auf mögliche Beschädigungen.


Fahrradanhänger: Immer beliebter, aber auch sicher?
Fahrradanhänger bieten den Vorteil, zwei Kinder bis sieben Jahre befördern zu können, was per Fahrradsitz vorn und hinten zwar auch möglich, aber sehr gefährlich ist. Im Gegensatz dazu werden die kleinen "Rikschas" inzwischen von Verkehrsexperten als relativ sicheres Transportmittel eingestuft, sofern sie folgende Sicherheitsanforderungen erfüllen:

  • Korrekt montierte Anhängerkupplung
  • Gute Kippsicherheit (durch tiefen Schwerpunkt, breite Spur, große, schräg zueinander gestellte Räder, stabile Bodenwanne, Überrollbügel und Radabdeckung)
  • Kindgerechte Sitze mit Gurten
  • Witterungsschutz gegen Staub, Insekten und Splitter
  • Gute Sichtbarkeit durch Vorder- und Rückleuchte, farbige Gestaltung, Reflektoren und Wimpel

Quelle: Schriever/Kallert 2008: Kindersicher - notfallfit. Stuttgart.

Am besten informieren Sie sich durch Testberichte oder Experten über qualitativ hochwertige Modelle.


Gut behelmt: Darauf kommt´s an
Der Schutz des Kopfes ist beim Fahrrad fahren unerlässlich, ist er doch bei jedem zweiten Unfall mit betroffen. Gehört das Tragen eines Fahrradhelms von Anfang an dazu, wird Ihr kleiner Radler dieses auch auf späteren, eigenständigen Touren ohne Murren akzeptieren. Hinzu kommt, dass Kinderhelme heutzutage in ansprechend-bunten Designs angeboten werden - eine Tatsache, die bei vielen Kleinen wahre Begeisterung auslöst.

Da der Sitz des Helmes je nach Kopfform variiert, sollte Ihr Nachwuchs beim Kauf dabei sein und den Helm anprobieren. Dieser sollte nicht zu locker und nicht zu eng sitzen. Als Test eignet sich das Schütteln des Kopfes: Wenn der Helm nicht wackelt, sitz er fest. Wichtig ist außerdem, dass der Helm die Stirn umschließt und nicht zu weit nach hinten rutschen kann. Für den nötigen Tragekomfort sorgen ein geringes Gewicht und eine gute Belüftung. Hilfreiche Orientierung verschafft erneut das GS-Zeichen, dass eine Sicherheitsprüfung garantiert.