Küche, Wohnzimmer und Bad - gesichert

Die Küche übt auf Kleinkinder eine besondere Anziehungskraft aus: Ab einem bestimmten Alter gibt es keine schönere Beschäftigung, als täglich alle Töpfe aus- und wieder einzuräumen...

In Schränken und Schubladen verbirgt sich jedoch nicht nur Harmloses: Unbekannte Zutaten, Messer, Küchengeräte, bunte Reinigungsflaschen... Worauf Sie in der "Erlebniswelt" Küche Acht geben sollten, fasst unser Sicherheits-Check zusammen:

Sicherheitstipps für die kindgerechte Küche
  • Haushaltschemikalien sind der Klassiker unter den Gefahrenquellen. Schauen Sie beim nächsten Einkauf doch mal, ob ein weniger aggressives Mittel nicht denselben Zweck erfüllt. In jedem Fall sollten Sie alle Reinigungsmittel in einem der oberen Schränke aufbewahren. Gleiches gilt für Messer sowie andere spitze, schwere und elektrische Küchengeräte.
  • Drehen Sie Stiele von Pfannen und Töpfen stets zur Wand und kochen Sie wenn möglich auf den hinteren Herdplatten, damit Ihr Kind nicht einen Topf mit kochendem Inhalt herunter ziehen oder auf die heiße Platte fassen kann.
  • Ziehen Sie nach Gebrauch immer die Stecker von Elektrogeräten aus der Dose und räumen Sie diese weg. Da ein lebensgefährlicher Stromschlag droht, sollten Sie den Gebrauch in der Nähe von Wasser vermeiden.
  • Besondere Vorsicht gilt bei Wasserkochern und Friteusen, die mit ihrem heißen Inhalt schnell umgestoßen oder herunter gezogen werden können.
  • Um die Gefahren in der Küche abzumildern, gibt es eine ganze Palette sinnvoller Sicherheitsartikel: Herdschutzgitter, Abdeckplatten für heiße Backofenfenster oder Schranksperren. Weiterführende Informationen erhalten Sie beispielsweise unter http://www.kindersicherheit.de 


Das Wohnzimmer: Kabelsalat und Giftpflanzen ade
Das Wohnzimmer ist meistens ein Ort der Gemütlichkeit: Hier ruht sich die Familie auf dem Sofa aus und entspannt beim Lesen, Spielen oder Fernsehen. Kommen Gäste zu Besuch, kann es in diesem Raum jedoch auch schon mal turbulent und eng zugehen.
Die größte Aufmerksamkeit sollten Sie den wahrscheinlich zahlreich vorhandenen Elektrokabeln schenken. Baby oder Kleinkind könnten darüber stolpern oder darauf herum beißen und einen Stromschlag bekommen. Zum Schutz eignen sich am besten Kabelkanäle, die in jedem Baumarkt erhältlich sind. Ein weiteres "Muss" ist auch die Sicherung der Steckdosen: Hierfür gibt es spezielle Steckvorrichtungen, die Sie wirklich an jedem Anschluss anbringen sollten.
Was es ansonsten zu bedenken gibt: Feuerzeuge und Streichhölzer sowie Alkohol und Tabak sollten an einem für Kinder unzugänglichen Ort aufbewahrt werden. Lassen Sie die Kleinen nicht mit brennenden Kerzen oder Kaminfeuer alleine und räumen Sie halbleere Gläser oder volle Aschenbecher nach einer Feier direkt weg.

Kleine Pflanzenkunde
Ihr Grün beruhigt und so sind Pflanzen zur Verschönerung der Räume nahezu in jeder Wohnung zu finden. Damit Ihr Kind nicht auf die Idee kommt, herauszufinden, wie Blumenerde schmeckt, gibt es spezielle Topf-Abdeckungen. Naheliegend ist, dass von Kakteen oder spitzen Blättern eine gewisse Gefahr ausgeht. Doch haben Sie auch schon mal über die mögliche Giftigkeit Ihrer Zimmerpflanzen nachgedacht? Zu den verbreitetsten giftigen Arten gehören:
Alpenveilchen, Weihnachtsstern, Amaryllis, Becherprimel, Ritterstern, Klivie, Kroton (Wunderstrauch, Dieffenbachia, Korallenbäumchen


Sicherer Spaß im Bad
Das Badezimmer verspricht ebenso viel Abenteuer wie die Küche: Nirgends finden sich so gut riechende Tuben, Döschen und andere Verpackungen - mal ganz zu schweigen vom regelmäßigen "Fluten" des Raumes, nichts ist schließlich lustiger als in der Badewanne zu planschen...


Tipps für ein unbeschwertes Badevergnügen
  • Genau wie in der Küche sollten Reinigungs- und Lösungsmittel sowie Kosmetika in abschließbaren Schränken aufbewahrt werden. Gleiches gilt natürlich auch für Medikamente und scharfe Gegenstände wie Rasierklingen oder Nagelscheren.
  • In der Nähe von Wasser gilt besondere Vorsicht im Umgang mit Elektrogeräten: Sie könnten ins Wasser fallen und einen tödlichen Stromschlag verursachen. Sinnvoll ist der Einbau eines so genannten FI-Schutzschalters, der dafür sorgt, dass im Notfall die Sicherung herausspringt.
  • Im Bad herrscht akute Rutschgefahr: Matten und Wanneneinlagen verhindern das Ausrutschen auf nassen Böden.
  • Es reicht aus, wenn die Wassertemperatur 38 ºC beträgt. Kontrollieren Sie die Temperatur beim Duschen oder Baden, da sich Ihr Kind leicht an zu heißem Wasser verbrennen kann. Hilfreich ist ein Temperaturregler, der auch nachträglich installiert werden kann.
  • Lassen Sie Ihr Kind sicherheitshalber nie alleine im warmen Nass. Auch wenn die Kleinen schon sicher sitzen können, besteht bereits bei einer Wassertiefe von 10 cm die Gefahr des plötzlichen Untertauchens.