Unfallverhütung

Wenn doch mal etwas passiert - Erste Hilfe

Allen Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz kann es irgendwann doch einmal passieren: Ihr Kind stürzt, klemmt sich die kleinen Finger oder verbrüht sich an der umgestoßenen Teetasse. Informieren Sie sich am besten vorher, was in einer solchen Situation zu tun ist, damit Sie besonnen und schnell handeln können. Die wichtigsten Erste Hilfe-Maßnahmen sind hier für Sie zusammengefasst.

Die entscheidenden ersten Minuten - Wie verhalte ich mich richtig?
Wer leidet nicht mit, wenn sich das eigene Kind verletzt? Wenn es herzerweichend weint, nachdem es bei den ersten stürmischen Gehversuchen gefallen ist und sich den Kopf gestoßen hat? Wahrscheinlich reagieren Sie bei einem solch "harmlosen" Unfall inzwischen recht gelassen, da Sie genau wissen, was zu tun ist: Ruhig bleiben, fragen wo es weh tut, kühlen und vor allem Trost und Geborgenheit vermitteln.

Doch wie würden Sie sich verhalten, wenn es sich um einen tatsächlichen Notfall handeln würde, wenn Ihr Kind schwer verletzt oder nicht ansprechbar wäre? Verständlich, dass Sie an ein solches Horrorszenario am liebsten keinen Gedanken verschwenden möchten - zu schlimm ist alleine die Vorstellung. Trotzdem sollten Sie sich mit den wichtigsten Notfall-Maßnahmen im Vorfeld gedanklich auseinandersetzen, da Sie nur so im Ernstfall richtig reagieren können. Hierauf kommt es an:


Sofortmaßnahmen im Notfall
  • Bewahren Sie Ruhe. Das ist leichter gesagt als getan... Trotzdem sollten Sie Panik und Tränen so gut es geht beiseiteschieben: Erstens können Sie so besser auf die Notsituation reagieren. Zweitens beruhigen Sie dadurch Ihr Kind, indem Sie vermitteln "Schau, Mama/Papa ist ganz ruhig und hilft Dir. Es ist alles halb so schlimm."
  • Verschaffen Sie sich schnell einen Überblick über die Gefahrensituation
  • Retten Sie Ihr Kind aus der gefährlichen Situation
  • Sichern Sie die Gefahrenstelle ab, damit es zu keinem weiteren Unfall kommt (z.B. Herd abstellen)
  • Beruhigen Sie Ihr Kind, indem Sie es streicheln und ruhig mit ihm reden.
  • Untersuchen Sie Ihr Kind schnell auf mögliche Verletzungen.
  • Kontrollieren Sie die Atmung und überprüfen Sie, ob die Atemwege frei sind und das Herz schlägt.
    Herzschlag
    : Beim Säugling prüfen Sie den Herzschlag am einfachsten an der Innenseite des Oberarms. Ist Ihr Kind schon älter, dann legen Sie Zeige- und Mittelfinger an die Halsseite. 
    Atmung: Ob Ihr Kind atmet, erkennen Sie auf schnellstem Wege am Bauch: Legen Sie Ihre Hand unterhalb der Rippen auf den Bauch. Hebt und senkt er sich, funktioniert die Atmung.
  • Bei Herz- und Atemstillstand immer sofort den Notarzt unter der Nummer 112 rufen!
    Beginnen Sie direkt mit der Mund-zu-Nase-Beatmung und Herzmassage. Beim Säugling oder Kleinkind Mund und Nase gemeinsam beatmen.

Quelle: BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. 2008